Archiv für September, 2009
Ich bin doch noch heile in Göttingen angekommen. Es war nicht die Elektronik des BMW sondern der Dichtungsring, aber am Abend war alles wieder im Lot und ich konnte mitfahren.
Ich laufe inzwischen nur noch mit meinem Kleingeldbeutel rum und krame beim Bezahlen nach 1 oder 2 Euro-Stücken… Die Banken sind immer noch gemein bzw. Mittwoch nachmittags einfach geschlossen. Daher habe ich auch keine Ahnung, wieviel Geld ich eigentlich zurzeit gesammelt habe.
Ich schlafe diese Nacht in einer netten Frauen-WG. Eine Dame davon ist eine gute alte Schulfreundin, wie die meisten meiner Unterkünfte. Das Wetter ist zwar nicht sonnig, aber immer noch annehmbar. Es laufen genug Leute rum und geregnet hat es auch noch nicht.
Jetzt will ich “nur noch” nach Berlin und Hamburg und dann ins wunderschöne Münster zurück. Mal sehen ob das mit den beiden Großstädten noch klappt.
Noch eine kleine Bitte: Erzählt noch mal ein bisschen rum von der Seite und meinen Liedern etc… Denn gerade als ich die große Rundmail geschickt hatte war die Seite für 2 Tage offline und die Besucherzahlen waren gerade auf dem Höchststand. Also wenn jemand sagt: “Ich komm aber nicht auf die Seite!”, sollte sich das inzwischen gelegt haben.
Bis denn dann
Ruben
Die Fahrt nach Göttingen wird komplizierter als gedacht, da der BMW meiner Mitfahrgelegenheit einen Elektronikschaden hat… Vielleicht wird es gleich noch was. Bin gerade in Marburg, was ich bis jetzt ziemlich hässlich finde, aber ich bin ja auch in der Unterstadt. Fühle mich ein bisschen wie im Mittelalter. Ich bin im Schund und über mir thronen die Oberstädtler. Whatever. Immerhin fließt unten die Lahn. Gespielt habe ich hier noch nicht, weil ich keine Einkaufsstraßen gefunden habe. Die gibt es wohl auch nur oben.
War gerade beim Curry-King. Der hat Currywurst in 5 Schärfe-Stufen. Da musste ich natürlich gleich mal zu langen. Die 3 hat mir sehr gut getan. Ein bisschen ins T-Shirt geschitzt, aber meine Männlichkeit bewahrt und nicht geheult.
Und jetzt bin ich beim Bruder vom Curry-King, der direkt daneben ein Internetcafe betreibt. Vetternwirtschaft in Marburg.
Bis denn dann
Ruben
Sodele ich bin heil in Gießen angekommen und hab auch hier viel Spass beim Spielen gehabt. Noch hält sich das Wetter gut.
Dumm nur, dass keine verdammte Bank hier mein Kleingeld wechseln möchte – und wir geben denen auch noch Milliarden an Stütze. Gemein! Das heißt ich habe jetzt einen wirklich dicken Sack Geld dabei. Wer mich ausrauben will. Bitteschön… Ich hoffe morgen nach Göttingen pilgern zu können. Vielleicht gibt’s da auch freundlichere Bankangestellte. Suck it, Gießen!
So lecker Essen is gleich fertig
Bis denn dann
Ruben
Die letzten beiden Tage habe ich in Mannheim verbracht und keine Zeile gesungen. Ich hätte eine Genehmigung gebraucht und ich hatte nicht sonderlich viel Lust, aber damit ist jetzt Schluss…
Morgen geht’s ab nach Gießen, das heißt wieder in den Norden. Ich hoffe das Wetter bleibt halbwegs im Reinen.
Bis denn dann
Ruben
Ich möchte die letzten verbleibenden Minuten in Frankfurt dafür nutzen zwei Dinge anzumerken. Gleich geht es für mich nach Mannheim.
Richtigstellung: In meinem letzten Beitrag habe ich gemutmaßt, dass alle Frankfurter geizig seien. Dies ist falsch. Ich konnte mich wenige Minuten nachdem ich den Text geschrieben hatte davon überzeugen, dass auch Frankfurter, wenn sie etwas gut finden, den Euro locker sitzen haben und sogar Rosen verschenken.
Werbung: Ich habe heute auch einige Parteistände beobachtet. Der CDU Stand hat Luftballons verteilt und ich habe kurz mit dem Gedanken gespielt einen davon aufzupusten, bis er platzt und zu brüllen: “Das kommt dabei raus, wenn man nur heiße Luft produziert.” Leider mache ich sowas nicht. Warum mache ich sowas nicht? Naja…
Jedenfalls habe ich auch meine Parteifreunde von den Piraten getroffen. Einer davon hat gerade mit einem Freund gewettet, dass die Piraten über 6% der Stimmen bekommen. Ich glaube er muss den Kasten bezahlen, aber 5% sind locker drin. Unter einer Bedingung: Ihr müsst sie wählen.
Die Piratenpartei steht für stärkeren Datenschutz, weniger Überwachung durch den Staat, ein Umgestalten des nicht mehr zeitgemäßen Urheberrechts, eine Überarbeitung des Patentrechts weg von hemmenden Patenten, einem offenen und trannsparenten Staat mit stärkerer Bürgerbeteiligung, der durch die Möglichkeiten des 21. Jahrhunderts – vor allem das Internet – umzusetzen ist.
Und als Künstler noch ein Wort zum Urheberrecht: Ich “vertreibe” meine Aufnahmen unter einer Creative Commons Lizenz. Das bedeutet jeder darf die Musik frei herunterladen. Frei kopieren. Frei bearbeiten. Nun behaupten einige damit könnte man kein Geld verdienen. Ich widerspreche und sage: Ich finanziere mir gerade den Urlaub damit und habe immerhin auch schon 3 € für die Lieder bezahlt bekommen und das obwohl sie völlig kostenlos zu haben sind. Nun muss man diese Dinge in Relation sehen. Ich bin ein ich will sagen mäßig bekannter Künstler. Heißt: Mich kennt keine Sau. Und genau durch diesen Umgang mit Musik haben Künstler die Möglichkeit einer breiteren Öffentlichkeit bekannt zu werden.
In diesem Sinne: Am Sonntag PIRATEN wälhen!
Bis denn dann
Ruben
Hier noch ein schöner Spot der Piraten: Ich bin Pirat!